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Zerrung der Gelenkkapselbänder »Verstauchung«

Wie lange?

2 bis 4 Wochen ist normal, bei zusätzlichen Schwierigkeiten kann auch eine Krankschreibung für 6 Wochen nötig sein.

Wer wird krank?

Leute, die auf dem Weg zur Arbeit oder am Arbeitsplatz umgeknickt sind und danach Schmerzen im Fußgelenk (seltener Kniegelenk) haben oder Leute, die sich mit der Hand irgendwo gestoßen haben und denen danach das Hand- oder einige Fußgelenke weh tun. Achte darauf, daß es möglich ein Arbeitsunfall wird.

Beschwerden

Besonders bei Fuß- und Hand-, aber auch am Knie-, Ellenbogen- oder den Fingergelenken tritt nach Umknicken, Stoßen, falscher, heftiger Schmerz auf, der in den nächsten 10- bis 15 Minuten abklingt, wenn du das betroffene Gelenk ruhig hält. Bei Bewegungen verstärkt sich der Schmerz wieder deutlich bis zur Unerträglichkeit. Oft, aber nicht immer, schwillt das Gelenk, bzw. das drumliegende Gewebe an, seltener gibt es einen Bluterguß. Man kann kaum laufen, mit den Händen nichts tragen und greifen. Unwillkürlich bewegt man das betroffene Gelenk immer wieder, bewegt sich damit ungeschickt oder stößt sich, so daß sich der Zustand wieder verschlimmert und die Abheilung sich um 1 bis 2 Wochen verzögert. Meist verstärkt sich der Schmerz nur bei bestimmten Bewegungen, nicht bei allen.

Untersuchung

Die Beweglichkeit des Gelenks wird geprüft. Ihr müßt euch für Schmerzen bei einer oder zwei Bewegungsrichtungen entscheiden. Dann wird das Gelenk von vorn und von der Seite geröngt, um einen Knochenbruch nicht zu übersehen. Blutuntersuchungen bringen und schaden nichts.

Warnhinweis

Noch ein Wort zu einer besonderen Untersuchung: die sog. gehaltene Röntgenaufnahme. In ganz extremen Positionen werden von der kranken und der gesunden Seite der Gelenke Röntgenbilder gemacht, um im Seitenvergleich eine unnormale Beweglichkeit feststellen zu können, was auf einen Bänderriß hindeutet. Bei einem verstauchten Gelenk sind die Bänder nur gezerrt. Wegen der großen Schmerzes dieser Aufnahme, besonders bei dem verletzten Gelenk, wird diese Untersuchung in örtlicher Betäubung oder sogar Narkose gemacht. Besonders aus diesem Grund muß von der Zustimmung zu dieser Untersuchung dringenst abgeraten werden. (Manchmal reißen auch bis dahin nur angerissene Bänder bei der Gelegenheit ganz durch).

Behandlung

Ruhigstellung durch Armschlinge, elastische Binde, Gipsschiene, außerdem vielleicht abschwellende Salbe und als Empfehlung kalte Umschläge. Das ist alles in Ordnung. Vor jeder Art von Spritzen muß auch hier gewarnt werden, weil sie nichts nützen.

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