Kriegsdienst verweigern

Der Vorsitzende der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e.V., Ulrich Finckh, erklärt:

Lehre muss für Wehrdienst nicht mehr unterbrochen werden

Verteidigungsminister verkündet Neuregelung in einem Interview

"Allerdings berücksichtigen wir die Lage auf dem Arbeitsmarkt und holen möglichst niemand mehr aus einer begonnenen Berufsausbildung." sagte Verteidigungsminister Peter Struck in einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung am 15.11.2002. Damit werden auch Abiturienten, die bisher aus dem ersten Drittel einer beruflichen Ausbildung heraus einberufen werden konnten, von Anfang der Lehre an vom Wehrdienst zurückgestellt. In der Vergangenheit standen bis zu 5.000 Lehrstellen leer, weil Auszubildende einberufen und ihnen die Ausbildungsplätze freigehalten wurden. Dieser Mißstand wird mit der neuen Weisung des Ministers beendet.

Auszubildende, die zum 1. Januar 2003 schon einberufen sind, sollten mit Hinweis auf das Ministerwort sofort Widerspruch einlegen oder wenn die Widerspruchsfrist schon abgelaufen ist , die Aufhebung des Einberufungsbescheides beantragen.

Die Zentralstelle KDV fordert die Jugendministerin Renate Schmidt auf, die Regelung umgehend auch für den Zivildienst zu übernehmen und Einberufungsbescheide, die eine Lehre unterbrechen, auf Antrag der Betroffenen aufheben zu lassen.

 

Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e.V.
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Vorsitzender: Ulrich Finckh, Bremen
Stellvertretende Vorsitzende: Barbara Kramer, Braunschweig, Stefan Philipp, Stuttgart
Schatzmeister: Hans-Jürgen Wiesenbach, Bremen, Geschäftsführer: Peter Tobiassen

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