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”Du musst dafür sorgen, dass Du rausfliegst. Das habe ich dann gemacht.”

Interview mit Uður Yorulmaz


Uður Yorulmaz (Jahrgang 1973) plant, am 15.Mai 2000, dem internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung (KDV), seine KDV im Rahmen eines Festivals zu erklären. Er beendet damit eine längere Phase in der Türkei, in der seit 1996 keine Kriegsdienstverweigerung mehr öffentlich erklärt wurde. Wir sprachen mit Uður im Rahmen eines Vernetzungstreffens von antimilitaristischen Gruppen Ende Februar in Istanbul.


Wann hattest du den ersten Kontakt mit der türkischen Armee und wie hat der ausgesehen?


Meinen ersten Kontakt mit der Armee hatte ich mit 13 Jahren. Ich wurde damals in die Deniz Lisesi eingeschrieben. Das ist eine Militärschule für angehende Marineoffiziere. In der Deniz Lisesi werden Schüler für einen späteren Besuch der Deniz Harp Okulu (Marinekriegsschule) vorbereitet, in der sie dann zu Offizieren augebildet werden. In der Deniz Lisesi lernten wir im ersten Jahr nur englisch und danach weitere drei Jahre verschiedene andere Fächer. Die folgende Marinekriegsschule dauert ebenfalls 4 Jahre, so dass Du nach acht Jahren mit Anfang zwanzig Offizier sein kannst.


Warum bist Du auf die Deniz Lisesi gegangen?


Nach der Mittelschule habe ich mich an verschiedenen Aufnahmeprüfungen für nachfolgende Schulen beteiligt. Es gibt Prüfungen, durch die ein Stipendium für die verschiedenen weiterführenden Schulen erreicht werden kann. Ich habe alle diese Prüfungen bestanden und hatte damit eine grosse Auswahl. Meine Familie hat mich dann, ohne mich zu fragen, auf die Deniz Lisesi geschickt.


Wie ist es Dir auf der Deniz Lisesi ergangen?


Zunächst war es wie ein Spiel. Ich war erst 13 und bin zwei Jahre früher als die anderen in die Schule gekommen, da ich schon in die Grundschule vorzeitig eingeschult worden war. Die meisten der 200 Schüler waren ungefähr 15. In meinem Alter gab es lediglich noch drei oder vier weitere.

Ich habe die Bedeutung der Entscheidung meiner Eltern zunächst nicht begriffen. Aber bereits nach einer Woche war klar, dass die Schule nichts für mich ist. Nicht, dass ich schon politische Bedenken hatte, aber die extreme Anforderung an die Disziplin entsprachen meinem Wesen überhaupt nicht.

Die Schule ist ein Internat. Jeden Tag gab es die gleiche Routine. Alles wurde genau bestimmt. Wann Du morgens aufstehst, genauso wie der Unterricht, die Pausen und das Essen. Es gab keine Möglichkeit, dem auszuweichen. Wir hatten alle Uniform an, auch zum Schlafen und für den Sport gab es Einheitskleidung. Wir durften nur wenig privates Eigentum besitzen, wie z.B. Waschartikel. Bücher und Zeitschriften wurden kontrolliert und gestempelt.

Immer wieder mussten wir sinnlose Sachen machen. Einmal hat einer der Offiziere befohlen, dass jeder sich einen zusätzlichen Knopf an die Uniformjacke nähen soll. Ein paar Stunden später mussten wir den Knopf wieder abtrennen.


Hast Du versucht, die Deniz Lisesi zu verlassen?


Es gibt ja das Recht, eine Lise zu verlassen. Aber ich hatte die Erlaubnis meiner Familie nicht und war noch minderjährig. Schon nach den ersten paar Tagen habe ich meine Familie bedrängt, mich von der Schule zu nehmen, aber sie wollten nicht. Meine Eltern leben getrennt und meine Mutter war alleinstehend und immer wieder krank, so dass ich sie nicht bedrücken wollte. Mein Vater sagte immer, er habe kein Geld, mir eine gute Ausbildung zu verschaffen. Ausserdem geniesse ein Offizier in der Türkei ein gutes Ansehen. Ich war zu jung, um genug Mut zu sammeln, alleine von der Schule zu gehen.


Du bist dann auf die Marinekriegsschule gegangen. Bestand ein grosser Unterschied zwischen der Lise und der Marinekriegsschule?


Ein wichtiger Unterschied war, dass wir in der Deniz Lisesi wie Insekten behandelt wurden. Ständig mussten wir Befehlen folgen und sollten nichts hinterfragen. In der Marinekriegsschule wurden wir als angehende Offiziere, als Führungspersonal angesehen. Es war für mich sehr auffällig, dass wir allen Befehlen gehorchen sollten, aber uns gleichzeitig mitgegeben wurde, dass wir das mit unseren zukünftigen Untergebenen ebenso machen sollen.

Die entsprechenden Fähigkeiten für Führungsaufgaben sollten uns vermittelt werden. Es standen viele moderne Möglichkeiten zur Verfügung und wir wurden auf einen Beruf und auf den Krieg vorbereitet. Die Schule gibt dir neben dem Offiziersstatus ein Ingenieursdiplom. Unser Körper sollte ertüchtigt werden. Jeder musste sich eine bestimmte Sportart aussuchen, die er intensiv betreiben musste und in der er sich perfektionieren sollte.

Marineoffiziere gelten in der Türkei als etwas besonderes. Sie sind Krieger und Aushängeschild, einige sagen auch Salonschmuck. Militärattachees werden in der Regel aus den Reihen der Marineoffiziere gewählt. Wir mussten daher auch gutes Benehmen lernen, also wie man sich setzt, aufsteht, isst usw., wir haben sogar miteinander tanzen müssen.

Über all die Jahre fand in unseren Köpfen ein Wandel statt. Ob wir eine Uniform trugen oder nicht, wurde weniger wichtig. In unserem Kopf hatten wir schliesslich immer eine Uniform an. Wir wurden als rohes Stück Holz in ein Gerät gesteckt und kamen auf der anderen Seite geschliffen wieder heraus.

Die in der Schule entstandenen Freundschaften hatten einen besonderen Stellenwert. Wir haben immer alles gemeinsam gemacht und hatten einen gemeinsamen Gegner. Ich bin im fünften Jahr aus der Schule rausgeflogen. Aber in diesen fünf Jahren habe ich mit denen alles gemeinsam gemacht. Mehr als je mit der Familie. Und wir haben immer noch Kontakte. Sie wissen von meiner Einstellung und witzeln darüber. Einige von ihnen haben sich auch rausschmeissen lassen, andere sind in die Armee gegangen.

Ein weiterer Unterschied war für mich, dass ich inzwischen fast volljährig war. Ich konnte selbst entscheiden, aber es gab kein Recht, die Marinekriegsschule zu verlassen. Du musst dafür sorgen, dass Du rausfliegst. Das habe ich dann gemacht. Ich war der erste in meinem Jahrgang, der sich hat rausschmeissen lassen, ich weiss aber, das kurz danach sechs weitere rausgeflogen sind. Und das ist eine wichtige Zahl, weil sie viele Jahre in dich investiert haben und keine Chance haben, dich zu ersetzen oder sich das Geld wiederzuholen. Für die ist das verlorene Mühe.


Hat ein besonderer Anlass dazu geführt, dass Du aus der Marinekriegsschule ausgeschieden bist?


Nein. Ich habe nur den Mut gesammelt.


Was hast du gemacht?


Ich habe vier Monate lang Befehle verweigert. Ich wurde ein Ungehorsamer. Das dauerte so lange, weil sie einen nicht sofort rausschmeissen wollen. Sie wollen kein schlechtes Vorbild schaffen. Außerdem kannst Du auch keinen totalen Ungehorsam leisten und die Uniform verweigern. Das würde ein Verfahren vor dem Militärgericht bedeuten. Mir wurde mit dem Militärgericht gedroht und das wollte ich nicht auf mich nehmen.

Im ersten Schritt bin ich zu meinem Kommandaten gegangen und habe gesagt, dass ich die Schule verlassen will. Auf meine Verweigerung haben sie zunächst versucht, mich über einen Dialog zurückzugewinnen. Mir wurde gesagt, das Leben draussen sei ganz anders. Der Unterschied zwischen drinnen und draussen war ihnen immer besonders wichtig. Sie sagten ”Ihr gehört zum Drinnen. Ihr könnt nicht anders als Soldaten werden.” Sie wollten mich überreden. ”Falls du dich trennst, wird aus dir gar nichts. Du hast keinen Beruf, kein Geld. Du wirfst dein Leben weg.” Ich habe darauf geantwortet, dass ich kein Soldat werden will. Ich wüsste zwar noch nicht, was ich werden will, aber Soldat ganz sicher nicht. Und ausserdem hätten sie mich aus Tausenden von Bewerbern ausgewählt. Deshalb müsste ich wohl irgendwelche Fähigkeiten haben, die mir auch draussen helfen werden.

Dieser Dialog dauerte ungefähr eine Woche. Das hat meine Entscheidung aber nicht verändert. Am Schluss sagten sie, dass sie sich an die Regeln halten werden. Das bedeutete, ich musste die Disziplinpunkte, die jeder von uns als Vorgabe hatte ”aufbrauchen”. Jeder hatte 160 Disziplinpunkte. Die mussten durch Disziplinarstrafen auf null gebracht werden. Ausserdem müssen 40 Tage Zimmerarrest hinzukommen.

Ich musste mit meinem Ungehorsam sehr umsichtig sein und mich an die Disziplinarvergehen in den Schulstatuten halten. Ich wollte, wie gesagt, nicht vor das Militärgericht. Ich habe mein einziges Kleidungsstück, die Uniform, also anbehalten. Ansonsten habe ich mich allen militärischen Prozeduren verweigert. Sie senkten dann auch erwartungsgemäß meine Disziplinpunkte. Nach einer Weile fingen sie an, meine Vergehen zu ignorieren. Ich wurde, obwohl ich mich nicht mehr als Soldat fühlte, als einer behandelt.

Sie haben dann meine Familie eingeschaltet. Und die haben mit allen Mitteln einer Familie versucht, mich zum Bleiben zu überreden.

Da meine Vergehen ignoriert wurden, habe ich mich selbst angezeigt. Das ging wieder eine Weile. Aber später haben sie dann meine Anzeigen auch ignoriert. Mein letzter Eskalationsschritt war dann, vor versammlter Mannschaft ungehorsam zu sein. Das wurde ihnen zu viel und sie haben mich dann letztendlich rausgeschmissen.

Eine Begebenheit möchte ich noch erzählen: Wenn die Disziplinarpunkte auf die Hälfte gesunken sind, wirst Du vor ein Disziplinarkomitee gerufen. Dort hast Du die Chance Besserung zu versprechen und deine Punkte werden wieder aufgestockt. In dem Disziplinarkomitee sitzen viele Offiziere an einem u-förmigen Tisch; in der Mitte thront der Regimentskommandeur. Er hat mich gefragt, warum ich die Schule verlassen will. Ich antworte: ”Ich will kein Soldat werden.” ”Warum?” fragt er. ”Ein Mensch kann kein Soldat werden und ein Soldat kann kein Mensch sein.” Da ist der Regimentskommandeur furchtbar wütend geworden, sprang auf und wollte mich verprügeln. Ich sagte, dass ich rechtlich immer noch Soldat sei und wenn er mich schlage, finde er sich vor dem Militaergericht wieder. Da hat er eingehalten und mir Habachtstellung befohlen. Ich reagierte darauf nicht. Er schrie dann, ich sei Soldat und solle mich auch so benehmen. Ich erwiderte ”Das sagen sie. Ich empfinde mich nicht als Soldat.” ”Aber Du hast eine Uniform an.” ”Die kann ich ja ausziehen.” Ich fing an, meine Uniform aufzuknöpfen und der Kommandeur befahl mir, den Raum zu verlassen, was ich dann gemacht habe.


Wie haben deine Mitschüler auf Deinen Ungehorsam reagiert?


Für die kam mein Ungehorsam unerwartet und so waren die Reaktionen auch überrascht und unterschiedlich. Es gab Leute, die das gleiche machen wollten und denen der Mut fehlte. Und wie gesagt, nach mir kamen mindestens sechs weitere. Was ich nur verstehen kann. Die Bedingungen waren nicht auszuhalten.


Wie hat deine Familie darauf reagiert?


Beide haben gedroht, dass sie mich als ihren Sohn aus der Familie verstossen. Meine Mutter hatte einen Freund beim türkischen Geheimdienst. Sie hat mich über ihn bespitzeln lassen, wie sie mir später selbst erzählte. Einige Verwandte haben gedroht, mich zu verprügeln. Andere haben mir das Angebot gemacht, dass sie alle meine Kosten übernehmen wollen, wenn ich die Schule beenden werde.


Gab es jemanden, der dich unterstützt hat?


In der Zeit, in der ich ungehorsam war und auf den Rausschmiß hinarbeitete, nicht. Nachdem ich dann entlassen war, hat mich ein Onkel unterstützt. Ich habe einige Monate bei ihm gelebt. Dann habe ich einen Job als Programmierer gefunden. Ich konnte eine Wohnung mieten und drei von den sechs Mitschülern, die entlassen wurden, sind bei mir eingezogen. Wir haben aber nicht nur die Wohnung, sondern auch unsere Einkommen und vieles weitere geteilt, weil wir das Gefühl hatten, das wir Reisende des gleichen Weges sind.

Nach und nach hatte ich wieder Kontakt zu meiner Familie, die mich inzwischen versteht. Ich habe sie über die geplanten Schritte informiert. Die verstehen sie allerdings nicht und haben Angst um mich. Wir sehen uns nicht oft, aber die alte emotionale Bindung bleibt.


Warum hast du dich entschieden, jetzt Deine Kriegsdienstverweigerung zu erklären?


Als ich mich habe rauswerfen lassen, hatte ich keine politische Argumentation. Ich wollte und will kein Soldat werden. Ich bin kein gehorsamer Mensch und kann mich nur schwer unterordnen. Nicht, das ich ein Narzist bin, aber ich weiss, dass ich klug bin und die Regeln, mit denen ich konfrontiert wurde, waren einfach hirnrissig. Ausserdem bin ich ein sehr stiller Mensch. Mal abgesehen davon, dass ich keine Menschen töten oder Gewalt ausüben wollte, ich erhöhe ja noch nicht einmal meine Stimme.

Mit der Zeit interessierten mich politischen Themen immer mehr und ich lese sehr viel. Dabei habe ich festgestellt, dass ich von meinem Wesen her ein Anarchist bin, ohne den ganzen Anarchismus zu kennen. Mit dem Staat, so mein Gefühl, habe ich eine Rechnung offen. Die wollen mich noch zum Soldaten machen und ich will das nicht werden. Das will ich öffentlich machen. Um meinen legalen Status habe ich mich in den vergangenen drei Jahren nicht gekümmert. Ich will, dass die Initiative von mir ausgeht. Auch wenn es sich um ein anderen Zwangsdienst handeln würde, würde ich mich verweigern. Aber als antiautoritärer Mensch und Gegner der Gewalt, hat der Militärdienst eine besondere Bedeutung für mich.


Was erhoffst Du Dir davon, am 15. Mai Deine Verweigerung öffentlich zu erklären?


Es gibt da zwei Punkte. Ich möchte die Initiative ergreifen. Ich bin konfrontiert mit der Situation, dass ich immer auf der Flucht bin und still sein muss. Das soll zu Ende sein und die Konfrontation soll beginnen. Das ist mein persönlicher Aspekt.

Und da ich die Konfrontation mit dem Staat sowieso erleben werde, erhoffe ich mir einen Nutzen für die antimilitaristische, antiautoritäre Bewegung. Ich weiss, wie schwer es unter den Bedingungen in der Türkei ist, eine politische Wirkung zu erzielen. Es wäre eine Illusion zu erwarten, dass hunderte dem Beispiel folgen. Unter den herrschenden Bedingungen haben die Menschen Angst, ähnliche Schritte in der Praxis zu gehen, aber ich hoffe, dass sich viele innerlich solidarisieren. Und auch wenn sie praktisch nicht viel tun, hat das eine Bedeutung.


Welche Unterschiede siehst du zwischen der Strategie von ISKD und IAMI, bzw. Dir persönlich?


Anders als Ossi werde ich meine Kriegsdienstverweigerung einmal öffentlich erklären und mich dann keiner staatlichen Behörde stellen. Ich werde nicht freiwillig vor Gericht gehen und auch keine weitere Konfrontation suchen. Der Staat verhält sich mir gegenüber, als gäbe es mich als Person nicht. Er akzeptiert meinen Willen nicht, kein Soldat zu werden. Aber es gibt mich und ich will in der Auseinandersetzung zeigen, dass der Staat und seine Regeln nicht gerecht sind und ich sie nicht akzeptiere, mich also auch nicht nach ihnen richte.Vor Gericht werde ich mich von Anwälten nicht juristisch vertreten lassen. Das würde bedeuten, das Gericht als legitimes Instrument anzuerkennen. Ich werde mich vor Gericht lediglich politisch verteidigen. Das sind wohl die wichtigsten Unterschiede zur bisherigen Strategie des ISKD.

Der Unterschied ist unter anderm in meiner eher individualistischen Herangehensweise begründet. Natürlich erhoffen wir uns als IAMI auch einen politischen Nutzen, aber meine Motivation gibt letztlich den Ausschlag. Wahrscheinlich ist die Herangehensweise des ISKD besser geeignet Öffentlichkeit und andere politische Arbeiten zu initiieren.


Möchtest Du noch etwas hinzufügen?


Ja, ich rufe an dieser Stelle alle Organisationen und Personen, die sich uns verbunden fühlen, zur Solidaritaet auf. Sie sollen sich in der Form solidarisch zeigen, wie es für ihre politische Arbeit angemessen ist. Wir planen zum 15. Mai ein Festival in Istanbul zu dem wir einladen werden, aber es kann sein, dass es verboten wird. In jedem Fall werde ich meine KDV erklären und je mehr Menschen ihre Solidarität bekunden umso besser.

Solidaritätspost und Grussbotschaften erbitten wir an die e-mail adresse:

istanbul_ami@hotmail.com

yorulmazu@superonline.com

http://www.savaskarsitlari.org

(geführt von Anka, Jörg, Ossi)

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Zuletzt geändert: 09.07.2006