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Aktuelles und Aktionen zum Pazifismus und Bundeswehr abschaffen

Für eine grundlegende Wende in der Energiepolitik
Erklärung zum 20. Jahrestag des Super-GAUs von Tschernobyl am 26. April

Die atomare Katastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 wurde zum Symbol für eine verfehlte Energiepolitik, deren Gefahrenpotential untragbar ist. Die Folgen des Super-GAUs von Tschernobyl wurden vertuscht, verharmlost, bagatellisiert, verdrängt. Dabei ist der Atomunfall von Tschernobyl für viele Millionen Menschen immer noch hochaktuell: in der Ukraine, Weißrussland, Russland, Polen, aber auch in West- und Nordeuropa. Sie leiden bis heute unter den Folgen der Katastrophe.

Der Atomtod bedroht uns alle: durch Atomkraftwerke und Atomwaffen Deshalb fordern wir: Atomkraftwerke abschalten!

Tschernobyl 1986 zeigt, dass der Betrieb von Atomkraftwerken ein “Restrisiko” von ungeheurem Ausmaß birgt. Selbst bei den höchsten Sicherheitsstandards besteht das Risiko eines Kernschmelzunfalls, eines GAUs. Doch schon der störungsfreie Normalbetrieb von AKWs bringt erhebliche Gefahren. So geben AKW, Atommüll-Zwischenlager sowie Atommülltransporte stetig radioaktive Strahlen und Partikel ab, die insbesondere Krebs verursachen und das Erbgut schädigen können. Zudem wächst mit jeder Stunde fortlaufenden Betriebs die Menge an radioaktivem Atommüll, für den es bisher noch auf der gesamten Erde kein geeignetes Endlager gibt. Ein solches muss dafür dienen, den hochgiftigen Atommüll für mehrere hunderttausend Jahre sicher von der Umwelt abgeschottet zu verwahren. Eine weitere ernsthafte Bedrohung besteht in gezielten Terrorattacken auf AKWs.

Die Nutzung der Atomenergie lässt sich weder moralisch noch politisch rechtfertigen. Tschernobyl – das hätte der Anfang vom Ende der Atomenergie sein können. Aber 20 Jahre danach ist der Ausstieg aus der Atomkraft national und international in Frage gestellt. Die Atomlobby führt Klimawandel sowie Verteuerung von Öl und Gas als Argumente an, um der Atomkraft eine Renaissance zu bereiten. Doch die ohnehin schon viel zu langen Restlaufzeiten für deutsche Atomkraftwerke dürfen nicht verlängert werden. Jeder Tag Atomkraft könnte einer zuviel sein. Deshalb setzen wir uns ein für einen Atomausstieg, der diesen Namen auch verdient.

Atomwaffen abschaffen!

Heute bedrohen uns rund 28.000 Atomwaffen im Besitz von acht oder neun Atomwaffenstaaten. Mit dieser geballten Ladung an Vernichtungskraft kann unsere Erde gleich mehrere Male zerstört werden. Zunehmend bedrohlich wird die Situation noch dadurch, dass in den kommenden Jahren eine Reihe weiterer Länder in den Besitz von Atomwaffen gelangen könnten. Warum sollten sie darauf verzichten, wenn die jetzigen Atomwaffenstaaten keine Abrüstung betreiben? Schon bald könnte deshalb die Zahl der Atommächte auf 20 bis 30 angewachsen sein. Der aktuelle Atomkonflikt mit Iran beweist: Länder die nach Atomwaffen streben, versuchen dies über die Brücke der Atomkraft. Zivile und militärische Nutzung der Atomtechnologie lassen sich nicht sauber von einander trennen und der Ausbau der Atomkraft trägt zwangsläufig zur Verbreitung von Atomwaffen bei.

Das Gedenken am 20. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl mahnt unerbittlich, dass die Welt frei werden muss von Atomkraftwerken und Atomwaffen! Alternativen müssen dringend weiterentwickelt und vor allem konsequent umgesetzt werden. Atomare Abrüstung heißt für Deutschland zuallererst: die noch immer in den US-Stützpunkten Büchel und Ramstein stationierten amerikanischen Atomwaffen müssen umgehend abgezogen werden.

Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung durch die Sonne

Wir setzen uns dafür ein, die fossil-atomare Energiewirtschaft vollständig abzulösen durch konsequente Energie-Einsparung, durch Erhöhung der Energie-Effizienz und vor allem durch die Nutzung eines umfassenden Energiemix aus Erneuerbaren Energien. Der in Deutschland und in anderen Ländern eingeleitete Strukturwandel zu Erneuerbaren Energien muss konsequent fortgesetzt werden.

Eine solche Energiepolitik verhindert die Gefahren, die durch die Atomkraft heraufbeschworen werden. Sie trägt nicht zur Klimakatastrophe und Gesundheitsgefährdung durch die Vergiftung der Umwelt bei. Wer von dezentral erzeugten Erneuerbaren Energien lebt, muss nicht rund um die Welt Kriege führen um knappe Rohstoffe wie Öl, Kohle, Gas und Uran; er liefert kein Futter für den Bau von Atombomben. Der weltweite Wechsel zu dezentral erzeugten Erneuerbaren Energien kann verhindern helfen, dass die Armut durch die Verteuerung des Öls noch mehr steigt. Der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien bringt täglich neue Arbeitsplätze.

Die Nutzung der Erneuerbaren Energien fördert also Frieden und Gerechtigkeit und trägt zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen bei. Es gibt einen Fluchtweg aus dem Treibhaus. Der Krieg gegen die Natur und die Kriege zwischen Staaten können überwunden werden. Kein Kind auf dieser Welt muss in Zukunft verhungern. Eine andere Welt ist möglich!

Erklärung online unterstützen http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/aktionen/003539.html#formular

Diese Erklärung wird unterstützt von:

(hier werden in der Anzeige UnterzeichnerInnen namentlich aufgeführt, die dies wünschen)

ErstunterzeichnerInnen: Bigi Alt, www.sonnenseite.com, Baden-Baden / Franz Alt, Journalist; www.sonnenseite.com, Baden-Baden / Prof. Dr.Dr.Dr.hc. Günter Altner, Heidelberg / Prof. Dr. Elmar Altvater, Berlin / Prof. Dr. Thea Bauriedl, Psychoanalytikerin, München / Christoph Besemer, Mediator; Mitarbeiter der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden, Freiburg / Roland Blach, DFG-VK Landesgeschäftsführer Baden-Württ.; Koordinator Trägerkreis „Atomwaffen abschaffen“, Stuttgart / Prof. Dr. Andreas Buro, Grävenwiesbach / Ruth Ebert, Berlin / Prof. Dr. Theodor Ebert, Berlin / Thomas Felder, Liedermacher, Reutlingen / Dr. Ute Finckh, Vorsitzende Bund für Soziale Verteidigung, Berlin / Jürgen Grässlin, Bundessprecher (DFG-VK); Buchautor, Freiburg / Peter Grohmann, Sprecher der Bürgerprojekte „Die AnStifter“, Stuttgart / Heike Hänsel, MdB, Linksfraktion, Tübingen / Christina Hacker, Vorstand Umweltinstitut München e.V. / Karl-Dieter Hahn, Referent für Entwicklungspolitik, Nürnberg / Ullrich Hahn, Vorsitzender Internationaler Versöhnungsbund - Deutscher Zweig, VS-Villingen / Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff, Berlin / Hans Landenberger, Gammertingen / Sabine Leidig, attac, Frankfurt a.M. / Prof. Dr. Mohssen Massarrat, Professor für Politik und Wirtschaft, Osnabrück / PD Dr. Lutz Mez, Geschäftsführer Forschungsstelle für Umweltpolitik FU Berlin / Schorsch Meusel, Vorsitzender Martin-Luther-King-Zentrum, Werdau / Prof. Dr. Maria Mies, Köln / Gudrun Pausewang, Schriftstellerin, Schlitz / Axel Pfaff-Schneider, Vorsitzender Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Reutlingen / Tobias Pflüger, IMI-Vorstand; Mitglied der Linksfraktion im Europaparlament, Tübingen / Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, Berlin / Prof. Dr.Dr. Horst-Eberhard Richter, Gießen / Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim Internationalen Versöhnungsbund – Deutscher Zweig, Freising / Paul Russmann, Kath. Diplom-Theologe, Sprecher „Ohne Rüstung Leben“, Stuttgart / Dr. Hermann Scheer, MdB; Präsident von EUROSOLAR, Waiblingen / Stefan Schneider, Geschäftsführer Pax Christi Rottenburg-Stuttgart / Heide Schütz, Vorsitzende Frauennetzwerk für Frieden e.V., Bonn / Martin Singe, Komitee für Grundrechte und Demokratie, Bonn / Ursula Sladek, Geschäftsführerin Elektrizitätswerke Schönau GmbH / Dr. med. Michael Sladek, Schönau / Jochen Stay, Sprecher X-tausendmal quer; www.ausgestrahlt.de, Lüchow/Wendland / Prof. Fulbert Steffensky, Hamburg / Mani Stenner, Geschäftsführer des Netzwerk Friedenskooperative, Bonn / Dr. Wolfgang Sternstein, Stuttgart / Dr. Elke Steven, Komitee für Grundrechte und Demokratie, Köln / Dr. Peter Strutynski, Kassel / Reinhold Thiel, Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative / Sonnhild & Ulli Thiel, Karlsruhe / Hanne & Klaus Vack, Sensbachtal / Kathrin Vogler, Geschäftsführerin Bund für Soziale Verteidigung, Minden / Anneliese & Hansmartin Volz, Gammertingen / Dr. Reinhard J. Voß, Wethen / Katrin Warnatzsch, Gammertingen / Konstantin Wecker, Liedermacher, München

Organisationen: Attac Deutschland, Koordinierungskreis / Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) / Bund für Soziale Verteidigung (BSV) / Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverband Baden-Württemberg / Gesellschaft Kultur des Friedens / Internationaler Versöhnungsbund - Deutscher Zweig / Internationaler Versöhnungsbund, Landesgruppe Baden-Württemberg / Komitee für Grundrechte und Demokratie / Martin-Luther-King-Zentrum für Gewaltfreiheit und Zivilcourage / Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V. / Netzwerk Friedenskooperative / Ulmer Ärzteinitiative / Umweltinstitut München e.V. / Werkstatt für Gewaltfreie Aktion, Baden

Diese Anzeigenkampagne ist eine Initiative von Lebenshaus Schwäbische Alb – Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V. + Internationaler Versöhnungsbund, Landesgruppe Baden-Württemberg.

Kontakt: Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Bubenhofenstr. 3, 72501 Gammertingen, E-Mail: info@lebenshaus-alb.de, Internet: http://www.lebenshaus-alb.de

Rückmeldungen bitte bis spätestens 19. April 2006:

Entweder direkt Online http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/aktionen/003539.html#formular (wer zusätzlich zur Anzeige mit seinem Namen auch in der Internet-Seite erscheinen möchte, muss sich unbedingt selber im Online-Formular eintragen!) oder schriftlich an: Lebenshaus Schwäbische Alb, Postfach 1145, D-72497 Gammertingen

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Zuletzt geändert: 09.07.2006